Brandstifter unterwegs – öffentliche Anlagen Ziel von Vandalismus
Innerhalb weniger Tage kam es zu drei Brandanschlägen auf öffentliche WC-Anlagen im Markt St. Peter in der Au. Die Polizei ermittelt bereits.
Die Verärgerung und Bestürzung in St. Peter in der Au ist groß: innerhalt weniger Tage kam es gleich zu drei mutmaßlichen Brandanschlägen auf öffentliche Toilettenanlagen.
Die Serie begann am vergangenen Wochenende beim öffentlichen WC im Gebäude der Musikschule. Dort wurde ein Papierhandtuchspender in Brand gesetzt. Die Folgen: starke Rauchentwicklung, verrußte Wände und erheblicher Sachschaden. Entdeckt wurde der Vorfall am Montagmorgen von Bauhofleiter Erwin Hochauer, der die Anlage umgehend sperrte.
Doch damit nicht genug: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde das öffentliche Herren-WC bei der Aufbahrungshalle in St. Peter/Au Ziel des Feuerteufels. Wieder wurde ein Handtuchspender angezündet, wieder sind die Schäden beträchtlich. Nur durch Glück erlosch in beiden Fällen das Feuer von selbst, bevor Schlimmeres passieren konnte.
Bereits in der darauffolgenden Nacht, von Donnerstag auf Freitag, der nächste Vorfall – diesmal unmittelbar daneben im öffentlichen Damen-WC. Auch dort wurde Feuer gelegt, Rauch und Ruß zogen diesmal sogar bis in die angrenzende Aufbahrungskapelle. Das Feuer erlosch aber glücklicherweise auch hier von selbst.
Bürgermeister Johannes Heuras zeigt sich bestürzt und verärgert. „Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sich in einem der Fälle das Feuer weiter ausgebreitet hätte. Einerseits hätte die gesamte Musikschule betroffen sein können, andererseits befindet sich die Aufbahrungshalle mitten im verbauten Gebiet.“
Die Vorfälle wurden umgehend bei der Polizei angezeigt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro, eine Spezialfirma muss nun mit der Reinigung und Sanierung der betroffenen Anlagen beauftragt werden.
Die Gemeinde prüft verstärkte Sicherheitsmaßnahmen
Erst im Vorjahr wurde die WC-Anlage beim Friedhof von Vandalen angezündet und schwer beschädigt. „Das ist kein Kavaliersdelikt mehr. Der Schaden ist jedes Mal enorm und geht zu Lasten der Allgemeinheit. Wir prüfen jetzt auch die rechtlichen Möglichkeiten, Zugänge zu derartigen Hotspots mit Kameras zu überwachen“, ist der Bürgermeister erzürnt. „Wir appellieren aber auch an alle Bürgerinnen und Bürger: Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder sachdienliche Hinweise geben kann, möge sich umgehend bei der Polizei melden“, ersucht der Bürgermeister um Mithilfe bei der Aufklärung.
Bis sämtliche Schäden behoben sind bleiben die WC-Anlagen nunmehr einmal gesperrt.