St. Peter Markt & Dorf

Inmitten zum Wandern und Radfahren einladender sanfter Hügellandschaft befindet sich St. Peter in der Au. Vierkanter und riesige Weide-, Wald und Feldflächen prägen das Bild.

Ortsvorsteher:

Markt: Lisa Kaindl
Dorf: Hermann Stockinger

Sehenswürdigkeiten:

Das Schloss  St. Peter in der Au
(Kern um 1200, urkundlich 1277, Neuaufbau ca. 1560 bis 1620) ist ein Renaissancebau mit Wassergraben, Giebel, Portal, ehemaliger Zugbrücke, großer Torhalle mit altem Bogen, Laubenhof (um 1620) und zinnengekröntem Turm. Es stellt in Verbindung mit der Wehrkirche (Bogengang) ein bemerkenswertes Beispiel einer Verteidigungsanlage dar. Zahlreiche Ahnenbilder. Im Schloss wurden die Marktrichter gewählt und vom Herrschaftsinhaber ein Zepter überreicht.
2007 Ausstellungsort der NÖ Landesausstellung "Feuer und Erde", seit 2008 ist das Gemeindeamt sowie das Standesamt hier untergebracht. Seit 2013 befindet sich auch das Carl-Zeller-Museum im Schloss.

Die spätgotische dreischiffige Hallenkirche stammt nach einem Vorgängerbau aus der Zeit um 1452. Als Wehrkirche mit dem System des Verteidigungsbogens, von denen es in Österreich wenige gibt, ist sie besonders erwähnenswert (Brunnen im Inneren, eisenbeschlagene Türen, Schießstände und -scharten im Dachgeschoß, reiches Netzrippengewölbe). Zahlreiche interessante Epitaphe, Barockorgel von 1793, Bilder von Martin Johann Schmidt (Kremser Schmidt), Altargestaltung im Jugendstil.

Der Haghof (urkundlich 1384, Umbau 1709) ist ein alter Adelssitz auf dem oberen Marktplatz und wird als ältestes Haus des Marktes bezeichnet, bestand schon vor der Marktgründung. Schlößchen, das mit den bambergischen Vasallen der "Pauzzen von Wiesenbach" in Verbindung gebracht wird. Einst ein selbständiges Landgut, bei dem mehr Grund war als beim Schloss. 1577 mit der Herrschaft vereint. Bemerkenswert ist der Runderker. Bis 2002 Sitz der Bezirksbauernkammer. Haus Gerstmayr und Gemeindeamtsgebäude mit Musikheim waren der ehemalige Gutshof mit Scheune.

Das Wertgarner-Haus (Marktplatz 1) ist ein stattlicher historischer Bau mit Fries und Torbogen (Jahreszahl 1615). Ab ca. 1617 protestantisches Gebetshaus. Interessante Halle, kleiner Saal mit Pfeiler.

Eine Tafel am ehemaligen Bezirksgericht (2002 aufgelassen) erinnert, dass in diesem Haus der Operettenkomponist Carl Zeller geboren ist (Heute “Carl Zeller Haus” - mit betreubaren Wohnungen).
Interessanter Giebel aus der Kaiserzeit. Schwertarm ist Zeichen der Marktgerichtsbarkeit.


Im Dorf St. Peter in der Au  liegt die Antwort des Mostviertels auf Disneyworld, nämlich “Laziland”, ein Freizeitpark, in dem die Sagenwelt des Mostviertels in ein Freizeitkonzept umgesetzt wurde.

Ebenso wie in der KG Hochreith fehlt hier der Ortskern und man greift in dieser Hinsicht auf den Markt St. Peter zurück.

Der  Bahnhof “St.Peter - Seitenstetten” liegt auf dem Gebiet dieser KG und man braucht ca. 20 Gehminuten vom Bahnhof zum Markt.

Die Gehöfte Ober- und Unterdobra: Örtlichkeit, wo die Grundholden der Herrschaft mit dem Amtmann (Dorfrichter) ihre Ehhafttaidinge (Gerichtssitzungen) nach alten Rechten abhielten. Eine Dingstätte gab es auch in Wiesenbach.

Dobragraben, Dobraholz, Schenkhof: Die Bezeichnungen erinnern an das Geschlecht der Herren von Dobra, diese hatten einige Zeit die Herrschaft von ganz St. Peter in der Au in Besitz.

Das Schloss Gassenegg stand beim Gehöft "Mayr zu Gassenegg" (Untergassen). Ab 1542 bestand hier ein eigener Herrschaftssitz, 1755 der Herrschaft St. Peter in der Au einverleibt und um 1800 abgerissen.




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