Kameras gegen Vandalismus
Brandanschläge und mutwillige Beschädigungen sorgten heuer in St. Peter in der Au für Unmut. Nun setzt die Gemeinde Maßnahmen zum Schutz öffentlicher Einrichtungen.
Im Frühsommer sorgten mehrere Vandalenakte im Markt für Aufsehen: Die öffentlichen WC-Anlagen bei der Musikschule und der Aufbahrungshalle sowie die Bücherzelle beim Spielplatz Kreuzfeld wurden von Unbekannten in Brand gesteckt. Glücklicherweise erloschen die Feuer jeweils von selbst, sodass sich die Brände nicht weiter ausbreiteten. Die entstandenen Schäden waren dennoch erheblich. Die Vorfälle lösten große Betroffenheit aus und verstärkten den Ruf nach einem besseren Schutz öffentlichen Eigentums.
Auch im Bereich der Carl-Zeller-Halle kommt es immer wieder zu mutwilligen Beschädigungen. Herausgebrochene oder zerschlagene Pflastersteine sowie Löcher in der Fassade zeugen von der Zerstörungswut Unbekannter. Damit soll künftig Schluss sein.
Datenschutzrechtliche Voraussetzungen geklärt
Um weiteren Vorfällen entgegenzuwirken, hat der Gemeindevorstand die Vergabe für eine Videoüberwachung an ausgewählten Standorten beschlossen. Bereits im Juni fasste der Gemeinderat dazu einen Grundsatzbeschluss. In der Folge wurde durch einen Datenschutzbeauftragten der Firma Clever Data eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchgeführt. Damit wurden die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen für die Installation geprüft und geklärt.
Mit der technischen Ausstattung wurde die Firma STS Sicherheitstechnik Schönegger aus St. Peter in der Au beauftragt. Die erforderlichen Elektroinstallationen übernehmen heimische Elektrobetriebe. Montage und Inbetriebnahme der Kameras werden noch heuer erfolgen.
Bürgermeister Johannes Heuras hat gemeinsam mit Sicherheitstechniker Norbert Schönegger die vorgesehenen Kamerastandorte vor Ort besprochen. Überwacht werden sollen der Eingangsbereich der Carl-Zeller-Halle sowie die öffentlichen WC-Anlagen bei der Musikschule und der Aufbahrungshalle. Das Videomaterial soll datenschutzkonform maximal 72 Stunden gespeichert werden und wird nur im konkreten Anlassfall gesichtet bzw. ausgelesen.
„Ich hoffe, dass wir mit diesen Maßnahmen Vandalismus künftig hintanhalten und weitere Schäden verhindern können. Solche Taten sind keine Kavaliersdelikte. Sie verursachen Kosten, die letztlich von der Allgemeinheit getragen werden müssen“, betont Bürgermeister Johannes Heuras.