Kirchendachsanierung startet – Gemeinde wendet Totalsperre ab

Dank eines neuen Standorts für den Baukran konnte die ursprünglich geplante dreimonatige Totalsperre verhindert werden. Gleichzeitig eröffnet sich eine neue Perspektive für die Gestaltung des Bereichs rund um Kirche, Musikschule und Schloss.

Mit Schulbeginn startet die Pfarre St. Peter in der Au die längst geplante Sanierung des Kirchendaches der Pfarrkirche. Die Kirche ist bereits seit einigen Wochen eingerüstet, für die Arbeiten wird ein Baukran benötigt. Der Platzbedarf dafür ist groß, weshalb die Pfarre bei der Bezirkshauptmannschaft Amstetten im Zeitraum von 7. September bis zum Adventmarkt am 27. November eine Totalsperre der Hofgasse ab dem Bereich Musikschule/ Haus Dr. Reith bis zum Schloss beantragt hatte. Weder die Durchfahrt noch die Benützung des Fußweges wären in diesem Zeitraum möglich gewesen.

Für Bürgermeister Johannes Heuras war rasch klar, dass hier eine bessere Lösung gefunden werden musste: „Unmittelbar nach Bekanntwerden der Situation haben wir daher intensive Gespräche mit der Pfarre und der ausführenden Firma Lehner Dach aufgenommen und nach einer Alternative gesucht“, berichtet Bürgermeister Johannes Heuras, der auch die zündende Idee lieferte.

Angrenzend an die Musikschule bietet eine derzeit ungenutzte Wiese den idealen Platz für den Baukran. Die Gemeinde stellt das Grundstück für die Dauer der Kirchendachsanierung zur Verfügung. Damit der Kran dort sicher aufgestellt werden kann, waren zunächst einige Vorbereitungsarbeiten erforderlich: Thujenhecke und desolate Stützmauer wurden entfernt, anschließend die Wiesenfläche von der Firma Stockinger abgebaggert und befestigt. „Diese Lösung bringt für Anrainer, Betriebe und Besucher eine deutliche Erleichterung während der Bauzeit“, freut sich Bürgermeister Johannes Heuras und bedankt sich bei der Firma Stockinger für die rasche und unkomplizierte Unterstützung.

Während des Sanierungszeitraums bleibt die Hofgasse durchgehend befahrbar. Bei Gegenverkehr ist lediglich kurzfristig eine Wartepflicht zu beachten. Da die Fahrbahn im Bereich der Baustelle nur einspurig geführt wird, ist das bestehende Parkverbot bei der Engstelle zwischen Musikschule und Haus Dr. Reith unbedingt einzuhalten. 

Neue Gestaltung im Frühjahr geplant

Die für den Kran benötigte Fläche soll nach Abschluss der Arbeiten nicht einfach wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden. „Das heißt für uns als Gemeinde, dass wir im Frühjahr ein Projekt zur Neugestaltung des Areals angehen müssen“, betont der Bürgermeister, das Potenzial der Fläche lasse sich bereits jetzt erahnen: „Mir schwebt vor, beim Kriegerdenkmal einen barrierefreien Zugang zur Kirche zu schaffen und die Engstelle in der Hofgasse zu entlasten, indem eine sichere Verbindung vom Markt zum Schloss geschaffen wird. Ergänzt werden soll der Bereich durch einen attraktiven Platz, der zum Verweilen einlädt.“ 
Damit wird aus der kurzfristig notwendigen Lösung für die Kirchendachsanierung zugleich eine Chance für eine nachhaltige Aufwertung des Umfelds von Kirche, Musikschule und Schloss.