Voranschlag 2023

Die Marktgemeinde St. Peter/Au hat aufgrund der Teuerung für das Jahr 2023 sparsam budgetiert.

Seitens unserer Kassenverwalterin Magdalena Stocker wurde der Budgetvoranschlag für das Haushaltsjahr 2023 erwarbeitet und dem Gemeinderat präsentiert.

Insgesamt weist das Gemeindebudget 2023 ein Volumen von etwa 13,6 Millionen Euro auf. Im Voranschlag wurden in erster Linie die Basiskosten abgedeckt und hinsichtlich der Investitionen jene Projekte angesetzt, die auch vom Gemeinderat bereits für das kommende Jahr beschlossen wurden:

  • wie z.B. die Umsetzung der diversen Projekte im Bereich der Kanal- (veranschlagt sind € 681.000,00) und Wasserversorgungsanlagen ( € 1.049.500,00)
  • der Ankauf eines neuen HLF2 für die FF St. Michael (€ 423.000,00)
  • der Neubau Feuerwehrgebäude Markt (€ 644.900,00). 


Zur Abdeckung dieser Vorhaben werden größtenteils Darlehen aufgenommen. Insgesamt sind es 3 Darlehen mit fast 2,4 Mio Euro, die laut derzeitiger Planung im Jahr 2023 aufgenommen werden - Dreiviertel dieser Summe im Bereich Kanal- und Wasserversorgung.
Sofern all diese Darlehen in voller Höhe 2023 aufgenommen werden müssen, wird sich der Schuldenstand auf 7 Millionen erhöhen. Allerdings ist die jährliche Tilgungsbelastung weit niedriger als vorher, da die Anzahl der Darlehen eben stark verringert wurde. "2015 habe ich die Gemeinde mit einem Schuldenstand von 8,1 Millionen Euro übernommen. In den vergangenen Jahren wurde der Schuldenstand stetig reduziert auf bis zu 4,3 Mio. Euro und es wurden seither nur 4 neue Darlehen aufgenommen., welche allesamt fix verzinst wurden. Eine Entscheidung im Gemeinderat, die der Gemeinde nunmehr aufgrund der aktuellen Zinsentwicklung sehr zu Gute kommt", informiert Bürgermeister Johannes Heuras.

Hinsichtlich der zu stemmenden Fixkosten sind ein paar Punkte exemplarisch anzuführen, die zu Teuerungen im Gemeindebudget führen. Im Sektor Energie/Strom, wo sich der Ausgabenposten verdreifacht hat und mit nunmehr 360.000 Euro zu Buche schlägt, die Beheizung der öffentlichen Gebäude (die zwar allesamt mit erneuerbarer Energie beheizt werden, aber auch hier wird es teurer) mit +14%,  sowie gestiegenen Personalkosten aufgrund der Inflation in Höhe von etwas mehr als 100.000 Euro. Dazu bekommt natürlich auch, dass die Gemeinde die Teuerung in allen anderen Bereichen zu spüren bekommt, wie z.B. beim Ankauf von Materialen für Schule, Kindergärten oder am Gemeindeamt. Auch Material, welches durch unseren Bauhof für Instandhaltungstätigkeiten benötig wird, unterliegt natürlich einer Teuerung.

Bilanzierungstechnisch ergibt sich ein Nettofinanzierungssaldo von - €513.500, d.h. in Summe sind die Ausgaben 2023 um diesen Betrag höher als die Einnahmen. "Aufgrund dessen, dass wir in den letzten Jahren recht erfolgreich und umsichtig finanziert und gewirtschaftet haben, kann dieser Betrag durch Überschüssen der Vorjahre jedoch verringert werden", bekräftigt der Bürgermeister.

Aufgrund der zugesagten Unterstützungen durch den Bund (KIP – 1 Milliarde für die Gemeinden) sowie durch das Land Niederösterreich (80 Millionen für NÖ Gemeinden) wird sich die finanzielle Situation noch weiter verbessern. All diese Unterstützungsmittel sind im Voranschlag 2023 noch nicht beinhaltet. "Wir warten auf die genauen Richtlinien zur Abholung dieser Fördergelder und wollen zielgerichtet dann passende Projektideen, die teilweise schon in Ausarbeitung sind, umsetzen. So etwa die Umrüstung aller noch verbliebenen Straßenbeleuchtungen auf LED, oder Investitionen in PV-Anlagen auf Gemeindegebäuden, etc.", berichtet Bürgermeister Heuras.

"Ich bedanke mich recht herzlich bei Kassenverwalterin Magdalena Stocker und dem Team der Buchhaltung für die gewissenhafte Arbeit und die vorbildliche Erstellung des Voranschlages", so der Bürgermeister.